NJUUẞLÄTTER - THEATER OLE

Direkt zum Seiteninhalt

NJUUẞLÄTTER THEATER OLÉ


Unser aktueller Njuußlätter




Liebes Publikum,

„Zum Lachen braucht es immer ein wenig Geist“, meinte Gottfried Keller vor etwa hundertfünfzig Jahren, „das Tier lacht nicht.“ Entschuldigung, aber da hat sich der Dichter gründlich GETÄUSCHT! Er kann nichts DAFÜR, es ist nicht seine SCHULD, zu seiner Zeit gab es einfach noch keine wissenschaftliche FORSCHUNG in diesem Bereich. Weder TIERPSYCHOLOGIE noch VERHALTENSBIOLOGIE. Ein Zeitungsartikel über den HUMOR VON MENSCHENAFFEN (Standard 17.2.) war nicht vorstellbar. Die Leute hatten KEINE AHNUNG, wie MENSCHLICH manche Tiere sind. Umgekehrt wussten sie auch nicht, dass DER MENSCH ein nackter AFFE ist. HEUTZUTAGE wissen wir MEHR. Eine Aussage wie „das Tier lacht nicht“ hört sich in UNSEREN Ohren SCHRÄG an. Irgendwie sinnlos. Absurd. Probieren Sie es bitte! Stellen Sie sich auf eine Bühne und artikulieren Sie vor Publikum laut und deutlich und in aller Ernsthaftigkeit diesen Satz: „Das Tier lacht nicht!“ Mit großer Wahrscheinlichkeit ernten Sie damit prompt einen LACHER. Und wenn Sie dann noch sagen: „Denn zum Lachen braucht es immer ein wenig Geist!“, BIEGEN sich die Leute vor Lachen! Warum? Weil inzwischen JEDER und JEDE einzelne, DER oder DIE JEMALS eine Sitcom im Fernsehen verfolgt hat, weiß, WIE WENIG GEIST es zum Lachen braucht. Nämlich NULL. WAS es zum Lachen braucht, ist nicht GEIST, sondern einfach eine Einspielung von der LACHKONSERVE!

Heute WISSEN wir, dass das, was sich Gottfried Keller vor anderthalb Jahrhunderten über die Verbindung von LACHEN und GEIST und den Unterschied von MENSCH und TIER ausgedacht hat, NICHT STIMMT. Sogar diejenigen, die NICHT wissen, WAS daran nicht stimmt, spüren, DASS etwas nicht stimmt. Sie spüren, dass jemand, der so etwas sagt, KEINE AHNUNG hat. Und wer ahnungslos daherredet, wird für BLÖD gehalten. Und wer für blöd gehalten wird, über DEN – oder über DIE – wird GELACHT. So einfach ist das.
 
Allerdings: Wir sind zwar mittlerweile tatsächlich in mancher Hinsicht WENIGER ahnungslos als die Leute der Epoche von Gottfried Keller. Aber das heißt NUR: wir sind besser INFORMIERT. Wir wissen zum Beispiel, dass MENSCHEN dieselben Vorfahren haben wie MENSCHENAFFEN. Oder dass Menschen SÄUGETIERE sind. EINE Säugetierart neben vielen anderen. Nichts BESONDERES. Nicht EINZIGARTIG. Halt um ein paar Mutationen ANDERS. Aber dieses Wissen hat leider nicht zu einer Verringerung unserer BLÖDHEIT geführt.

Im Gegenteil. Wir scheinen über den Verlust unserer Einzigartigkeit so BELEIDIGT zu sein, dass wir blöderweise beschlossen haben, alle anderen Tierarten AUSZUROTTEN. Wir sind sogar so blöd, diesen Vernichtungsfeldzug als FORTSCHRITT zu bezeichnen! DAS ist der FORTSCHRITT, von dem seit Gottfried Kellers Zeiten so groß und viel geredet wird: Vervielfachung von INFORMATION bei gleichzeitiger lawinenartiger Zunahme der BLÖDHEIT.

Liebes Publikum, es wäre vielleicht gar keine so schlechte Idee, in Zukunft unsere Aufmerksamkeit ein klein wenig anders zu FOKUSSIEREN. Ein bisschen weg von der Information und stattdessen etwas mehr Tiefenschärfe, was die MENSCHLICHE BLÖDHEIT betrifft. Denn da gibt es wirklich noch jede Menge zu ENTDECKEN!

GENAU DAS versuchen wir übrigens in der CLOWNERIE; ohne behaupten zu wollen, dass wir die Lösung für die großen Probleme der WELT hätten! Aber immerhin! KLEINE Blödheiten machen schließlich AUCH Scherereien! Man kann nur besser über sie LACHEN! Schauen Sie mal wieder bei uns vorbei!

Für das Team des THEATERs OLÉ Ihr Ferdinand Thronfolger
 
P.S.: Am 9.3. gibt es wieder eine CLOWNDISCO! Lassen Sie sich diesen Abend nicht entgehen!
P.P.S.: Unser nächster CLOWNLEERGANG startet im September 2024! (www.zorellvondrak.at)



NJUUẞLÄTTERANMELDUNG


Wer unseren Njuußlätter abonniert, erfährt immer, was los ist, wenn was los ist. Das gilt auch für den Fall, dass einmal nichts los sein sollte.






Ich habe die Datenschutzerklärung für die Njuußlätteranmeldung zur Kenntnis genommen. Ich stimme zu, dass meine Angaben und Daten zur Beantwortung meiner Anfrage elektronisch erhoben und gespeichert werden. Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an info@theater-olé.at widerrufen.

Tip
NJUUẞLÄTTER
Zurück zum Seiteninhalt