NJUUẞLÄTTER - THEATER OLE

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NJUUẞLÄTTER THEATER OLÉ


Unser aktueller Njuußlätter



Liebes Publikum,
wir haben ein PROBLEM. Wir arbeiten nämlich gerade an einer neuen NUMMER – einer wirklich ganz TOLLEN Nummer, wir sind SELBER ganz begeistert, sie ist echt GENIAL! – aber das Problem ist der SCHLUSS. Das ENDE. Wir FINDEN einfach keins. Wir schaffen es nicht, uns zu einigen, wie die Nummer AUFHÖREN soll. Vielleicht können SIE uns HELFEN?!

Am besten, ich erzähle Ihnen einmal, was wir schon HABEN. Also, da gibt’s zwei Gruppen von Clowns, eine größere, eine kleinere. Und in der großen Gruppe wird darüber gestritten, wer auf die oberste Sprosse einer STEHLEITER klettern darf. Da gibt es nämlich nur Platz für EINE Person. GENAU DORT wollen alle hin, AUF DIE OBERSTE SPROSSE, aber niemand gönnt es einem oder einer andern, sie zu erreichen. Also wird gebalgt und gezerrt und gestoßen und geboxt. Das ist schon einmal SEHR lustig!

Na, und die kleine Gruppe, die ist cool und lässig, und die hat einen Anführer, einen Ober-coolen, und die tun alle so, als ob sie gar nicht INTERESSIERT wären an der Stehleiter. Der Ober-coole wird übrigens von einem jungen Mann gespielt, der ist SENSATIONELL, Sie werden STAUNEN, der hat vorher als STUNTMAN gearbeitet und kann die unglaublichsten Sachen, ARTISTISCH und so. Als CLOWN ist er jetzt vielleicht NOCH NICHT..., aber WURSCHT! Genau. Jedenfalls: DER und seine Freunde, die tun eben so, als ob sie kein INTERESSE hätten, auf die Stehleiter zu gelangen. Aber sie TUN eben nur so! Heimlich und hintenherum BEHINDERN sie die anderen. Das ist EXTREM lustig, wenn sie zum Beispiel eine Sprosse mit SEIFE einschmieren, und dann rutscht jemand aus und fällt auf die Nase; oder mit KLEBSTOFF, und jemand bleibt hängen – WAHNSINNIG lustig! Oder Schuhbänder werden verknotet, und dann VERHEDDERN sich welche. Oder sie kneifen jemanden in den Hintern und tun so, als ob´s wer anderer gewesen wäre – wirklich zum SCHIESSEN!

Auf jeden Fall, irgendwann ist dann die ganze große Gruppe ERSCHÖPFT, alle liegen am Boden oder hängen in den unteren Sprossen. Und JETZT – PLÖTZLICH – wird der Ober-coole von seinen Freunden hochkatapultiert, und mit zwei, drei artistischen Aufschwüngen platziert er sich - SCHWUPPDIWUPP – auf der obersten Leitersprosse; umgeben von seinen Haberern auf den nächstunteren Stufen. Triumph! Tusch! Verbeugung! Applaus! Der VERSAGERGRUPPE bleibt nichts übrig, als sich mit den Tatsachen abzufinden.

Aber dann kommt die WENDE! Plötzlich kriegen nämlich alle mit, dass der Sieg des Ober-coolen und seiner Clique NICHT MIT RECHTEN DINGEN zugegangen ist, dass MIT UNFAIREN TRICKS gearbeitet wurde. Große Empörung! Protest! Anzeigen bei der Behörde! Der da oben sei UNTRAGBAR! Er müsse wieder WEG! Natürlich WEIGERT er sich erst einmal, aber als die unten dann anfangen, an der Leiter zu RÜTTELN, wird’s gefährlich. Und schließlich verkündet jemand aus der coolen Gruppe: „Also gut, unser Anführer wird zur Seite treten!“

Und das ist jetzt einer der LUSTIGSTEN Momente der ganzen Nummer. Unser ober-cooler Stuntman steht auf der obersten Sprosse der Stehleiter – sie ist übrigens fast 10 Meter hoch, also gut dreimal so hoch wie unser Theater, aber das ist ein ANDERES Problem – er steht EINSAM da oben und WEISS - und alle Zuschauer WISSEN MIT IHM, dass ZUR SEITE TRETEN nur EINES bedeuten kann: INS NICHTS treten. In den ABGRUND. Und dann öffnet er den Mund und sagt mit fester Stimme: „Dieser Schritt fällt mir nicht leicht. Aber mein STUNT ist mir wichtiger als meine PERSON.“ Und er TRITT ZUR SEITE! Und FÄLLT!

Liebes Publikum, an dieser Stelle der Nummer wird auch dem HÄRTEST GESOTTENEN Zuschauer das Herz im Leibe gefrieren, das garantiere ich Ihnen. Der Ober-coole Stuntman FÄLLT! STÜRZT!
Aber im nächsten Augenblick ergreift er mit seiner Hand die zweitoberste Sprosse. Und HÄLT sich FEST! Eine artistische Leistung, die ihresgleichen SUCHT auf der Welt! Ein WUNDER! Ein UNGLAUBLICHER Stunt!
Hält sich fest und baumelt zwischen Himmel und Erde!

Und da, liebes Publikum kommt eben unser PROBLEM. Wie schließen wir die Nummer ab? Meine persönliche Meinung ist: ER MUSS FALLEN! Ganz! Ohne Kompromisse!
Die Hängepartie zwischen Himmel und Erde darf ja nicht EWIG dauern! Wozu hat man eine so beeindruckende FALLHÖHE, wenn man sie dann nicht NÜTZT? Und irgendwann wird’s doch auch FAD!
Manche meiner Kollegen meinen aber: Lassen wir ihn baumeln!
Wieder andere sagen sogar: Und warum soll er sich nicht wieder hinaufschwingen? Kurz: wir können uns einfach nicht EINIGEN.

Was meinen SIE, liebes Publikum? Bitte helfen Sie uns!

Für das Team des Theaters Olé Ihr Ferdinand Thronfolger



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